Gestalten mit Ton

 

Die Arbeit mit Ton und der anschließende Brand zur Keramik ist eine der ersten Handwerkskünste, die mit der Entstehung der menschlichen Kultur erschienen sind. Töpfern ist die älteste Methode zur Herstellung von Gefäßen überhaupt und blieb auch die wichtigste, bis Metall, Glas und schließlich Kunststoffe allgemein zur Verfügung standen.

Die Produkte des Töpfers werden unter anderem als Irdenware, Steinzeug, Steingut oder Porzellan bezeichnet. Die Unterschiede liegen in Brenntemperatur und verwendetem Rohstoff. Um Tongefäße zu formen, gibt es verschiedene Techniken wie die Aufbautechnik oder die Wulsttechnik. Beim Formen mit der Töpferscheibe wird ein in schnelle Drehung versetzter Tonklumpen mit den Händen oder mit Hilfe von Schablonen zu einem rotationssymmetrischen Gefäß ausgezogen.

Nach dem Formen werden die vorgetrockneten Werkstücke gebrannt und dadurch gehärtet. Dazu sind Temperaturen von 450°C bis über 1280°C erforderlich. Bei Temperaturen unterhalb von 1000°C bleibt die Töpferware wasserdurchlässig, darüber beginnt sie zu verglasen. Nur bestimmte Tone können so hoch gebrannt werden, dass sie verglasen. Um auch poröse Tongefäße wasserundurchlässig zu gestalten und auch aus ästhetischen Gründen, werden niedriggebrannte Tongefäße häufig mit einer Glasur überzogen.